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Mit einem Solarpanel auf dem Balkon den Laptop betreiben

Im Grunde eignen sich heutige Computer Notebooks ideal, um über eine (ältere günstige) Autobatterie betrieben zu werden, welche von Solarzellen gespeist wird. Denn, selbst wenn die Autobatterie leer ist, arbeitet das Notebook noch mit dem internen Akku eine Zeit lang weiter. So hat man nichts zu befürchten, falls die Autobatterie leer wird. Man benötigt dazu einen passenden Notebook Adapter für die 12 V Autobatterie. Einen solchen Adapter hat man meist sowieso, weil man will seinen Computer ja vielleicht auch mal im Auto unterwegs benutzen. Solche Adapter haben einen so genannten Zigarettenanzünderanschluss (SAE J563).
Ich möchte hier ein solches Projekt mal vorstellen. Finanziell lohnt sich so was zwar nicht wirklich, aber es macht ja auch Spaß, seine eigene kleine Solaranlage zu betreiben. Und Solarpanels werden ja auch immer billiger, also wird's vielleicht gar nicht mehr so lange dauern, bis sich solche kleinen Inselanlagen auf dem Balkon sogar wirtschaftlich lohnen könnten. Darum gebe ich mal an, wie viel ich für alle benötigten Teile ausgegeben habe und was man überhaupt alles braucht:

1. Solarzellen:

Man benötigt ein Solarpanel, welches geeignet ist um eine 12 V Batterie zu laden. Solche Panels haben meist Spannungen im Bereich 17 - 20 V. Da der Balkon natürlich oft nicht die optimale Sonnenausrichtung erlaubt und man nicht unendlich viel Platz zur Verfügung hat, sollte man die bestmöglichen Solarzellen kaufen, also monokristalline Zellen, damit man auch trotz Schatten noch etwas Strom einfangen kann. Um flexibel, zu sein (auch zum Camping nutzbar) habe ich mir einen so genannten Solarkoffer bei ebay ersteigert, das sind drei aufklappbare Solarpanels, die am Balkongeländer jeweils voll die Morgensonne ab bekommen

So habe ich für Solarzellen ausgegeben:
1 x Solarkoffer 120 Watt 103.- € (Zeitpunkt Anfang 2014)
Diese Solarzellen habe ich mit selbstgebogenen Klammern am Balkongeländer eingehängt und für eventuelle Sturmböen zusätzlich festgebunden.

2. Solarladeregler:

Laderegler verhindern, dass die Batterie überladen wird. Nun ist zwar in dem ersteigerten Solarkoffer bereits ein primitiver Laderegler eingebaut, aber diese billigen Laderegler, wie man sie auch bei Ebay tonnenweise findet, haben den Nachteil, dass sie beim Erreichen einer bestimmten Batteriespannung abrupt ausschalten und dann kurz darauf, wenn die Batteriespannung wieder etwas sinkt, ebenso abrupt wieder einschalten. So können im Sekundentakt hohe Ampereströme auf die Batterie einwirken, was ihr nicht gut tut, sie zum gasen bringen kann. Darum sollte man sich einen Laderegler leisten, der PWM beherrscht. PWM regelt den Ladestrom sanft herunter, wenn sich die Batterie dem gefüllten Zustand nähert. Oder noch besser ist oft ein MPPT Laderegler. MPPT bedeutet, dass der Laderegler immer wieder selbstständig austestet, bei welcher Spannung das Solarpanel die optimale Wattleistung zum laden der Batterie erzeugt. Dadurch kann man 10-30% mehr Strom aus den Solarzellen ernten. Ich werde mir einen MPPT Solarladeregler zulegen, sobald sie günstiger werden. (Achtung, bei ebay werden Laderegler unter der Bezeichnung MPPT verkauft, obwohl sie kein MPPT können, da muss man vorsichtig sein!) Vorerst habe ich mich mit einem PWM Laderegler begnügt, dem Solar30. Über ihn schließe ich dann auch meine Verbraucher an die Autobatterie, weil der Solar30 überwacht auch, dass die Batterie nicht tiefenentladen wird. Unterschreitet, die Batteriespannung einen bestimmten Wert, dann schaltet er die Verbraucher ab. Dass die Batterie nicht zu tief entladen wird ist wichtig, weil sonst bei diesen Bleiakkus viel Sulfatierung (Alterungsprozesse) stattfindet.

1 x Solarladegerät Solar30 bei ebay ersteigert für 34.- Euro

Dieser Laderegler hat auch einen Lastausgang, welcher standartmäßig bei unter 10,6V abschaltet. Damit das Notebook nicht durch Unterspannung geschädigt werden kann, sollte man diese Einstellung aber vorsichthalber verändern. Ich habe sie auf 11,2V heraufgesetzt.

3. diverse Kabel

Dass man ein 12 V System benutzt, bedeutet (im Vergleich zu einem 220 V System), dass bei gleicher Leistung fast 20 mal so hohe Stromstärken fließen. Das heißt, man braucht dickere Kabel. Ansonsten hätte man zu viel Leistungsverluste durch zu dünne Kabel, beziehungsweise es droht sogar Kabelbrand etc. Kabel mit 6mm Querschnitt wären optimal.

Für Kabel ausgegeben: ca 20.- €

4. Autobatterie

Hab ich eine alte für lau von einem Freund bekommen. Man bekommt auch auf Schrottplätzen oft noch relativ gute Autobatterien für ca. 20 €

5. KFZ Netzadapter für mein Laptop

1 x 12V Apapter 90W ca.10.- € (Schnäppchen bei ebay gefunden)

6. Spannungsmessgerät

Damit man alles richtig anschließt und auch mal überprüfen kann, wie viel Ampere fließen, sollte man schon ein Spannungsmessgerät / Amperemeter besitzen. Ich war überrascht, wie günstig solche Geräte mittlerweile sind, da hab ich mir dann auch noch ein Neues bei ebay gekauft. 7.- €

Resümee

Ich hab also insgesamt 174.- Euro ausgegeben für meine Balkonsolaranlage. Primär habe ich mein Notebook mit dem Strom betrieben. Auf meinem Balkon kann man gut mit dem Laptop arbeiten, weil er überdacht ist und eine alte Couch als bequeme Sitzgelegenheit zur Verfügung steht. Allerdings muss ich nach 7 Monaten folgendes Resümee ziehen:

Darum insgesamt muss ich sagen: Dieses Experiment ist schiefgelaufen. Ich würde eine solche Inselanlage wirklich nur da anwenden, wo definitiv kein anderer Strom zur Verfügung steht.


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